
Und los gings am Samstag Abend… Es war schon knackig draußen, der Himmel klar, und der Vollmond versuchte langsam sein blaues Gesicht zu zeigen. Auf dem Sportgelände des TVE Erlange wurden erst einmal ein paar grundlegende Sachen zur Selbstverteidigung in der Dunkelheit erklärt. Es wurde das Auge geschult. Es ist wahnsinn wenn man seinem Gegener gegenübersteht und eine Lichtquelle das Auge blendet. Die schwachen Lichter vom Vereinshaus haben da ausgereicht. Es wird sich also paarweise, einer mit der Lichtquelle im Rücken, und der Andere in Richtung des Lichts aufgestellt… kurze Jab, Cross Übungen und sofort wird einem klar wie schwierig die Distanz bei Gegenlicht wird, wenn es draußen finster ist. Beim leichten Sparring wird dann klar, das man sich tunlichst hüten muss… eine Gerade mit dem Licht im Rücken, ist fast unsichtbar für den Gegner, der natürlich hell erleuchtet vor einem steht. Einfach mal eine Erfahrung, auch auf härteren Boden gelegt zu werden.. Die Jeans feucht und voller Dreck haben wir dann eine einfache Übung absolviert. Wir sind durch eine hell erleuchtete Unterführung gegangen … vom hellen ins absolut dunkle… das war eine Erfahrung. Am Ende wurde uns aufgelauert. Man ist einfach blind und wenn man nicht damit rechnet, hat man den Moment verpennt in dem man noch reagieren kann. Das Empfinden wird geschult und man läuft vielleicht das nächste mal achtsamer aus einer hellen Unterführung heraus. Fallschule auf relativ harten Untergrund und Dreck macht nicht wirklich Spaß aber eine Erfahrung war es auf jeden fall *g* .Das blenden mit der Taschenlampe wurde dann auch noch trainiert. Ein kurzer Augenblick nur reicht, um den Gegenüber für 3-4 Sekunden lahm zu legen… Bumm, Bumm, dann kann man auch schon seine Zähne am Boden suchen gehen
. So eine taktische Taschenlampe muss auch noch her. Klein kompakt und wirklich überzeugend von der Handhabung und vielfältigkeit her. Das typische Gerangel endet ja meistens, wenn nicht gleich einer k.o. geht, am Boden. Also wurde natürlich auch der Bodenkampf praktisch am Bolzplatz trainiert. Der Mondschein erfüllte den Platz mit einem schumrigen bläulichen Licht und die Kälte tat ihr übriges. Techniken am Boden sind wirklich essentiell, natürlich ist es die letzte Situation in die man kommen möchte, aber manchmal hat man keine Wahl, und darauf sollte man vorbereitet sein. Hebel, Würger, usw… alles was Spaß macht wurde geübt und nachdem wir alle Sand in den Unterhosen hatten, wurde noch ein bisschen mit den Messer trainiert. Bei Nacht ganz übel, wie sonst auch… Aber eine Erfahrung die einem vielleicht irgendwann mal das Leben retten kann. Viele Ansätze und Übungen wurden gezeigt und nach 2 1/2 Std. in der Kälte wurde die Vereinskneipe gestürmt… mmmhh lecker jugoslawisch kann ich nur empfehlen. Heute (Montag) habe ich seit glaub ich 4 Monaten das erste mal Training sausen lassen. jaja, aber ich hab mich nicht fit gefühlt und ich hoffe Mittwoch wieder voll mit trainieren zu können. Ich geh mich mal ausruhen … LG Sebastian
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